Brandmelder und Alarmanlage

Im Jahr 2015 gab es mehr als 160.000 Einbrüche in Deutschland. Der höchste Stand seit 15 Jahren. Im krassen Gegensatz dazu steht das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der TNS Emnid im Auftrag von reichelt elektronik: In 91 % der Haushalte in Deutschland gibt es keine Alarmanlage.

Die meisten Einbrecher kommen über Fenster und Türen im Erdgeschoss. Einfache elektronische Sicherungen können schon helfen, Einbrüche wirksam zu verhindern. Trotzdem beantworteten nur 4 % der Befragten die Frage nach einem Alarmsystem mit Ja.

71 % der Studienteilnehmer sagen, dass sie Sensoren an Türen und Fenstern nutzen oder würden, wenn sie eine Alarmanlage hätten. 61 % tendieren zu Bewegungsmeldern und 50 % der Befragten zu Kameras. Nur 22 % würden ein Alarmsystem über das Internet in eine Hausautomation integrieren. Obwohl moderne Technik und das Internet der Dinge zahlreiche Möglichkeiten bietet, scheinen viele der Befragten diese Varianten für nicht sicher oder nicht effektiv genug zu halten.

Kaum Unterschiede zwischen Nutzern und Nichtnutzern

Bei allen Fragen waren Mehrfachnennungen möglich — mit Ausnahme der generellen Frage nach der Verwendung eines Alarmsystems.

Interessant ist die Tatsache, dass Nutzer und Nichtnutzer von Alarmanlagen bei der Beantwortung der Fragen weitestgehend gleichauf liegen und sich nur um wenige Prozentpunkte unterscheiden. Das Bewusstsein über die Einbruchgefahr und die Schwachstellen an Wohnungen scheint also vorhanden.

Die beliebtesten Alarmsignale für eine Alarmanlage

60 % der Nichtnutzer und 53 % der Nutzer würden ihr Alarmsystem mit einem Sicherheitsdienst verbinden, der im Falle eines Einbruchs einen Notruf erhält. Auf die klassische Außensirene setzen 56 %. 49 % bevorzugen im Alarmfall eine Nachricht auf ihr Handy. Auf eine Innensirene würden sich 45 % der Befragten verlassen.

Die Frage nach den Bereichen, die Teilnehmer bereits sichern oder sichern würden, deckt sich weitestgehend mit den Präferenzen der Einbrecher. 96 % der Nutzer sichern die Haustür, 85 % der Nichtnutzer würden es ebenfalls tun. Die Fenster im Erdgeschoss rüsten 74 % der Nutzer mit einem Alarmsystem aus. Bei den Nichtnutzern wären es 67 %.

Wichtig: Absicherung im Erd- und Kellergeschoss

Auf einen Alarmsensor an der Terrassentür setzen 64 % der Besitzer eines Alarmsystems. Gleiches gilt für die Balkontür. Die Einschätzungen der Nichtnutzer unterscheiden sich hier. Die Terrassentür würden 66 % mit einer Alarmanlage absichern, die — in der Regel höher gelegene — Balkontür hingegen nur 59 %.

Rund die Hälfte der Befragten hält Sicherungen im Kellergeschoss für notwendig. Bei den Kellertüren sind es 54 % der Nutzer und 49 % der Nichtnutzer. Bei der Frage nach den Kellerfenstern sind beide Gruppen mit 48 und 46 % fast gleichauf.

Eine Alarmanlage muss nicht teuer sein

Für die Studie wurden insgesamt 1.003 Menschen befragt. 5 % der Teilnehmer machten keine Angabe zu der Frage, ob sie eine Alarmanlage besitzen oder nicht.

Nach den Gründen, warum die 91 % der Studienteilnehmer keinerlei Alarmsystem besitzen, hat TNS Emnid nicht gefragt. Denkbar ist, dass viele eine solche Anlage für zu teuer halten. Dabei sind einfache Sensoren zur Türen- und Fenstersicherung für wenig Geld erhältlich. Sie registrieren sofort, wenn ein Fenster eingeschlagen oder aufgebrochen wird und leiten das Signal an ein Smartphone, eine Außensirene oder an einen Sicherheitsdienst weiter.