Viele Hausbesitzer mögen denken, dass sie mit der Anschaffung der Alarmanlage ausgesorgt haben. Wichtig ist jedoch nicht nur die Installation, sondern auch die Wartung. Wann lohnt es sich, Sicherheitstechnik auf ihre Funktionalität hin zu überprüfen?

Alarmsysteme im Einsatz – Jenseits der Installation

In Deutschland häuften sich die Hauseinbrüche in den letzten Jahren, verbunden mit einer vergleichsweise geringen Aufklärungsquote sind Hausbesitzer daher natürlich angehalten, ihr eigenes Heim zu schützen.

Umfassende Alarmanlagen bieten zwar eine gute Versicherung gegen Einbrüche, allerdings nur dann, wenn sie funktionieren. Denn auch Alarmtechnik ist auf Komponenten wie Batterie und Funk angewiesen. Fallen einzelne Komponenten aus, wird dies oftmals erst im Versagensfall klar.

Funktionssicherheit in der Alarmanlage

Der ausfallsichere Betrieb der Alarmtechnik ist essentiell, um einen durchgehenden Objektschutz zu gewährleisten. Ob im Regelbetrieb oder in Ausnahmesituationen wie eine Strom- oder Netzausfall, die Alarmanlage muss solche kritischen Situationen meistern können.
Wie andere Bestandteile der Haustechnik auch, sind Alarmsysteme aber von technischem Verschleiß bedroht. Und Feuer- und Einbruchsmelder sind nutzlos, wenn sie nach Jahren des Standby-Betriebes zur reinen Wanddekoration geworden sind.

Gerade ältere Technik stellt den Betrieb oft ohne Rückmeldung ein, alleine deshalb ist die regelmäßige Wartung ratsam. Doch auch neuere Technik ist nicht sicher vor kritischen Ausfällen.

Regelmäßiges Warten der Alarmtechnik

Wie oft die Alarmanlage gewartet werden muss, hängt im Einzelfall von der installierten Technik ab. Bereits bei der Installation werden Fachhandwerker Tipps zur Wartung geben, allerdings gibt es auch Faustregeln.

Um die volle Funktionsfähigkeit der Alarmanlage zu gewährleisten, ist eine jährliche, vollständige Wartung des gesamten Systems empfehlenswert. Besonderes Augenmerk liegt auch auf verkabelten Systemen, die mit Notstrom-Akkus Stromausfälle überbrücken. Diese Not-Akkus sollten mindestens alle vier Jahre ausgetauscht werden. Eine regelmäßige Wartung stellt allerdings auch auslaufende Batterien rechtzeitig fest. Dies verhindert nicht nur einen Ausfall der Technik, sondern auch dauerhafte Schäden.

Mehr Sicherheit, mehr Schwachstellen

Besonders moderne Alarmanlagen, welche über Funkstandards ins Smart Home integriert werden, müssen an viel mehr Stellen überprüft werden. Denn die kabellose Kommunikation bietet nicht nur mehr Komfort, sondern stellt auch ein beständiges Sicherheitsrisiko dar – vor allem, wenn die Firmware nicht auf dem neuesten Stand ist.

Denn neben der Hardware-Komponente und einer gewissen allgemeinen Ausfallanfälligkeit von Funktechnik, ist längst auch die Software zu einer kritischen Komponente in der Haussicherheit geworden. Eine Wartung empfiehlt sich daher nicht nur auf technischer Ebene, auch die Firmware muss auf dem neuesten Stand sein und braucht regelmäßige Updates.

Viele Smart Home-Systeme übertragen dem Nutzer dabei die administrative Hoheit. Die Software sucht in der Regel selbstständig nach Updates und nimmt somit eine dauerhafte Selbstwartung vor. Updates in der Firmware sollten daher keinesfalls ignoriert werden, da die Hersteller mit jedem Update Sicherheitslücken schließen.

Wartung aus dem Fachhandwerk

Nur mit einer vollständig funktionsfähigen Anlage sind Hausbesitzer wirklich dauerhaft vor Einbrüchen geschützt. Hierfür ist Installation der Anlage ebenso essentiell wie eine regelmäßige Wartung.

Zwar mögen moderne Systeme im Smart Home Batterieaussetzer melden und kommunizieren dauerhaft mit dem Hub, einen umfassenden Schutz kann jedoch nur die Wartung vom Fachhandwerker liefern.

Hier werden den Besitzern von Alarmsystemen nicht nur Ausfälle in der Systemtechnik gemeldet, veraltete Komponenten können auch ersetzt und ergänzt werden.