Alarmanlage nachrüsten

Da sind sich die Experten einig: Durch geeignete Maßnahmen lassen sich Einbrüche im Vorfeld effektiv verhindern. Die hierbei erforderlichen Investitionen halten sich dabei zumeist in Grenzen. Ist ein Einbruch dann doch erfolgt, fühlt sich ein Großteil der Einbruchsopfer in ihren eigenen vier Wänden nicht mehr sicher. Erfahren Sie, was es vor und nach einem Einbruch zu beachten gilt.

Maßnahmen zur Einbruchprävention

Mit folgenden Tipps können Sie sich vor Einbrechern schützen:

Schwachstellen im Haushalt überprüfen

Professionelle Einbrecherbanden warten nach einer langen Observation bis ihnen sich die passende Gelegenheit bietet. Verlässt der Wohnungseigentümer für wenige Stunden die Wohnung oder fährt die Familie in den Urlaub, schlagen die Täter zu. Um diesen das Leben so schwer wie möglich zu machen, sollten Schwachstellen wie Fenster und Türen genau auf Schäden und Widerstand hin untersucht werden. Egal ob es sich hierbei um Nebeneingangstüren, Kellertüren oder um solche Türen handelt, die vom Garten oder der Garage aus ins Haus führen.

Sind diese beschädigt oder über die Jahre marode geworden, sollten sie ausgetauscht werden. Denn die Täter nutzen jede sich ihnen bietende Gelegenheit aus. Verlassen Sie das Haus, sollten Sie zuvor geprüft haben, ob alle Türen und Fenster tatsächlich verschlossen sind. Denken Sie dabei auch an die Balkon- bzw. Terrassentür.

Alarmanlage und einbruchhemmende Sicherungen einbauen

In 36 Prozent der Fälle gelangen die Täter über die Wohnungseingangstür nach innen. Bei Einfamilienhäusern ist vor allem die Terrassentür sehr beliebt, zumal der Einstieg in die Wohnung in knapp 50 Prozent der Fälle hierüber erfolgt. Etwa 30 Prozent der Diebe kommen über das Fenster, wobei der Einbruch selbst über das kleine Toilettenfenster verübt wird. Um sich bestmöglich zu schützen, sollten Sie Polizei oder zertifizierte Betriebe konsultieren. Diese werden Ihnen zu geeigneten Sicherungsmaßnahmen raten, wie etwa zu Fensterkippsicherungen, Fensterstangenschlösser, Scharnierseitensicherungen, Panzerriegelschlösser, Schließblechen und speziellen Zylindern. Darüber hinaus sollten Sie über den Einbau einer Alarmanlage nachdenken, erweisen sich diese schließlich als besonders effektiv bei der Tatverhinderung.

Wertgegenstände sicher deponieren

In aller Regel haben es die Täter auf Wertsachen abgesehen, etwa Bargeld, Sparbücher, Wertpapiere oder teure Uhren. Diese Gegenstände sollten stets sicher verwahrt werden, idealerweise in einem Tresor oder Stahlschrank. Wertschutzschränke sollten durch die VdS Schadenverhütung GmbH anerkannt sein. Bedenken Sie, dass die Wertsachen innerhalb anerkannter Wertschutzschränke auch zu einem höheren Wert im Rahmen der Hausratversicherung abgedeckt sind.

Was ist nach einem Einbruch zu tun?

Um Ihre Sicherheit und die Versicherungsleistungen nicht zu gefährden, sollten Sie folgende Aspekte berücksichtigen:

Melden Sie den Schaden an die Polizei

Der erste Impuls der meisten Personen ist, die Polizei über die Notrufnummer 110 zu kontaktieren, sofern die Meldung nicht bereits über eine Alarmanlage mit Direktschaltung zur Polizeibehörde erfolgt ist. Dies ist auch richtig, zumal sich der Täter noch im Haus oder in der unmittelbaren Umgebung befinden könnte. Gehen Sie dem Einbrecher bei Anwesenheit aus dem Weg und versuchen Sie, sich Merkmale wie Kleidung oder Aussehen einzuprägen. Darüber hinaus helfen die Ermittlungen dabei, den Sachverhalt zu rekonstruieren und Beweisspuren zu sichern. Ferner ist zu berücksichtigen, dass aus dem Einbruch erst mit einer Strafanzeige ein Fall für die Versicherung wird. Sehen Sie davon ab, Veränderungen am Tatort vorzunehmen und warten Sie stattdessen ab, bis die Polizei bzw. der polizeiliche Erkennungsdienst eintrifft. Sollten Kredit- oder EC-Karten abhandengekommen sein, sollten Sie diese unverzüglich unter dem Sperrnotruf 116 sperren lassen. Melden Sie gestohlene Personalweise der Personalausweisbehörde und lassen Sie Handys und Smartphones von Ihrem Anbieter sperren.

Zeigen Sie den Schaden Ihrer Hausratversicherung an

Über den entstandenen Schaden sollten Sie schnellstmöglich Ihre Hausratversicherung informieren. Die Schadenanzeige muss hierbei nicht schriftlich sondern kann auch mündlich oder telefonisch erfolgen. Erstellen Sie hierbei eine Liste über die abhandengekommenen Gegenstände und reichen Sie auch Bilder vom Schadenort ein.

Nach Möglichkeit sollten auch Kaufbelege der beschädigten oder gestohlenen Sachen übermittelt werden. Eventuell wird die Versicherung zeitnah einen eigenen Sachverständigen mit der Begutachtung des Tatorts beauftragen. Beschädigte Sachen sind bis zur Freigabe durch den Versicherer aufzubewahren.

Wohnung mit Alarmanlage und mechanischen Sicherungen besser schützen

Leider sind Tatopfer nicht vor neuen Einbruchversuchern gefeit. So werden Wohnungen und Häuser von Seiten der Täter hin und wieder auch ein erneutes Mal aufgesucht. Dem können Sie jedoch begegnen, indem Sie Ihre eigenen vier Wände besser vor Einbrüchen schützen. Sind etwa Türen und Fenster beschädigt, können Sie diesen Umstand zum Anlass nehmen, um diese durch einbruchhemmende Produkte und Materialien ersetzen zu lassen.

Für ein hohes Sicherheitsgefühl sorgen ferner Alarmanlagen, die abschreckend wirken und den Täter in der Regel schon beim Einbruchversuch in die Flucht schlagen. Sinnvoll ist aber auch die Ausstattung der Wohnung mit Bewegungsmeldern.